Kopfschmerzen, Müdigkeit oder ein ständiges Völlegefühl… Dahinter stecken oft Umweltgifte, die dein Körper nicht mehr ausreichend abbauen kann. In der heutigen Zeit geraten wir immer öfter an die Grenze der (biochemischen) Belastbarkeit. Eine Entgiftung des Körpers kann dich wieder ins Gleichgewicht bringen.
Experten schätzen, dass unsere Organe heute bis zu 80 Prozent ihrer Energie für die Entgiftung aufwenden. Willst du deinem Körper dabei helfen?
Was deine Organe vergiftet und wie du deinen Körper bei der Entgiftung unterstützen kannst, erfährst du in diesem Artikel.
Schwerstarbeit für deinen Körper
Inhaltsverzeichnis
Heutzutage sind wir täglich bis zu 30.000 chemischen Stoffen ausgesetzt. Angefangen bei der Luftbelastung durch den Verkehr, über die giftigen Substanzen in Kleidung und Verpackungen bis hin zu Schwermetallen und Antibiotikarückständen in unserem Essen.
Auch wenn du gesund lebst und dich gesund ernährst, bist du vielen Schadstoffen ausgesetzt. Vieles davon speicherst du in den ca. 60 Billionen Zellen deines Körpers. Das ist auch für einen kerngesunden Körper Schwerstarbeit.
Vor allem die Leber, aber auch die Nieren, das Immunsystem und die Haut sind im Dauereinsatz.
Hilferufe deines Körpers – Symptome
Gegen die Attacken aus der Umwelt wehrt sich dein Körper. Er versucht, Giftstoffe auszuschwitzen oder sie durch Erbrechen und Durchfall auszuschwemmen. Auch ein zwanghaftes Hüsteln, ein andauernder Hustenreiz oder andere Reizungen der Atemwege sind Möglichkeiten, Giftstoffe aus dem System zu bekommen.
Oft ruft der Körper aber noch lauter nach Hilfe:
- Erschöpfung
- Müdigkeit
- Kopfschmerzen
- häufige Erkältung / Grippe
- Unverträglichkeit auf Nahrungsmittel
- Entzündungen
Auswirkungen auf dein System
Unverdauliche Giftstoffe verpackt der Organismus zunächst im Fettgewebe. In kleinen Mengen versucht er, diese wieder Stück für Stück auszuscheiden. Gelingt das nicht, weil immer mehr Gifte dazukommen, kommt es zur Krise:
Der Stoffwechsel ist gestresst und schläft ein und das Immunsystem streikt. Höchste Zeit, dem Körper zu helfen. Durch eine umfassende Änderung deiner Ess- und Bewegungsgewohnheiten und eine gründliche Entgiftung.
Genau darum geht es in der 21-Tage-Abnehm-Challenge, dem „Good Carbs“-Programm. Zuerst entgiftest du deinen Körper mit einer Entgiftungskur, um anschließend gesunde Gewohnheiten aufzubauen.
Nach einer Entgiftungskur klingen die Symptome häufig ab. Erkältungsinfekte werden weniger, chronische Gelenkentzündungen wie Arthritis gehen zurück.
Die Belastungen der modernen Zeit
Die Symptome für die Vergiftungen sind vielfältig.
Deshalb raten Experten mindestens zweimal im Jahr zu einer vorsorglichen Entgiftungskur, um deine Organe wie Darm, Leber, Haut, Galle und Nieren zu reinigen.
Gleichzeitig gibt es aber auch einfache Wege, wie du täglich bei der Entgiftung des Körpers helfen kannst.
1. Abgase
Diesel-Fahrverbote treiben die Diskussion über Abgase immer wieder an. Ozon, Feinstaub und Stickoxide machen das Atmen schwer. Asthma und schwere Allergien sind die Folge, worunter immer mehr Menschen leiden. Und sogar noch schlimmere Folgen können Abgase auf die Gesundheit haben.
Eine zehnjährige Studie wurde mit 1,2 Millionen Bürgern Roms durchgeführt. Sie ergab, dass die Wahrscheinlichkeit, an Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder auch Lungenkrebs zu sterben, bei Menschen steigt, die in Gebieten mit hoher Stickoxidbelastung leben (1).
Entgiftung des Körpers: Meide vor allem als Fußgänger oder Radfahrer vielbefahrene Straßen zu Hauptverkehrszeiten. Geh so oft du kannst raus in die freie Natur, um bei einem Spaziergang frische Luft zu tanken. Atme dabei tief durch. Das Tageslicht hebt zusätzlich deine Stimmung und aktiviert den Stoffwechsel.
2. Alkohol
Bereits 1 Glas Alkohol pro Tag schädigt bei Frauen langfristig die Leber. Außerdem werden der Blutdruck und die Blutfette in die Höhe getrieben. Neuere Studien belegen, dass auch kleine Mengen an Alkohol dem Körper schaden und das Risiko für Schlaganfall und Herz-Kreislauferkrankungen erhöhen (2).
Entgiftung des Körpers: Beim Detoxen ist Alkohol absolut tabu. Wenn du dir trotzdem einen „feinen Tropfen“ gönnen möchtest, überliste dich selbst. Trink dein Wasser oder deine Schorle (nein, nicht Wein-Schorle) aus einem schicken Weinglas. Entzündungshemmend und entgiftend wirken Omega-3-Fettsäuren, die z.B. in Leinöl vorkommen. Sie erleichtern die Fettverbrennung. Täglich 2 – 3 Esslöffel Leinöl im Salat sind ein guter Anfang.
3. Elektrosmog
Technisch erzeugte (künstliche) elektrische, magnetische und elektromagnetische Felder bedeuten eine Belastung für den Körper und die Umwelt. Umgangssprachlich sagt man dazu Elektrosmog. Wissenschaftlich umstritten ist bisher, wie schädlich E-Smog ist.
Aber wer verzichtet schon gerne auf sein Smartphone? Schließlich bringt es ja auch viele Vorteile mit sich. Trotzdem kann es mit Sicherheit nicht schaden, den Dauereinsatz zu vermeiden.
Entgiftung des Körpers: Benutze strahlungsarme Handys. Telefoniere möglichst kurz und setze wenn möglich die Freisprechfunktion ein. Verbanne alle elektrischen Geräte aus dem Schlafzimmer und schalte Standby-Geräte komplett aus. Auf der Seite des BUND erhältst du weitere wertvolle Tipps.
4. Fast Food
Die Lifestylesünde Nr. 1 ist definitiv Fast Food. Deine Leber kommt bereits nach 4 Wochen voller Fett und ungesunder Kohlenhydrate an ihre Grenzen. Fast Food enthält wirklich keinerlei Nährstoffe, die dein Körper sinnvoll verwerten kann.
Stattdessen enthalten Burger, Pommes, Pizza und co. viel Fett und jede Menge Zucker. Der Suchtfaktor wächst auch noch durch die enthaltenen Zusatzstoffe, die den Geschmack so unwiderstehlich machen. Wenn dir das so geht, wird es höchste Zeit für eine Entgiftung!
Entgiftung des Körpers: Verzichte so oft wie möglich darauf und ersetzte ungesundes Essen durch gesündere Alternativen. Meide tierische Fette, aber spar nicht an hochwertigen, gesunden Ölen mit viel Omega-3-Fettsäuren. Geh auf den Markt und kaufe alles, was dir an Obst und Gemüse gefällt – es darf gerne so bunt wie möglich sein.
5. Kosmetika
In vielen kosmetischen Pflegeprodukten finden sich leider zahlreiche Inhaltsstoffe, die man sich lieber nicht auf die Haut auftragen sollte. Von synthetischen Duftstoffen über Silikone bis hin zu hormonell wirksamen Konservierungsstoffen reicht die Palette an schädlichen Inhaltsstoffen.
Viele schädliche Inhaltsstoffe dringen als Zellgifte in den Körper ein. Konservierungsmittel und Stabilisatoren reizen die Haut.
Entgiftung des Körpers: Benutze lieber Naturkosmetik ohne chemische Zusätze. Schmink dich abends immer gut ab, damit sich deine Haut über Nacht erholen kann.
6. Medikamente
Medikamente sind auf der einen Seite ein Segen. Zahlreiche Krankheiten können dadurch bekämpft und verdrängt werden. Auf der anderen Seite belasten Medikamente häufig den Körper.
Antibiotika schädigen die Darmflora, Schmerzmittel führen auf Dauer zu Organstress. Medikamente sind oftmals fettlöslich und können vom Körper nur schwer ausgeschieden werden.
Entgiftung des Körpers: Nutze – wann immer es geht – alternative Methoden. Statt Kopfschmerztabletten wirkt zum Beispiel Akupressur, Wärme oder Massagen helfen gegen Verspannungen. Zahlreiche Hausmittel helfen gegen kleinere Beschwerden.
7. Pestizide
Pestizide vernichten leider nicht nur Unkräuter und Schädlinge. Sie bedrohen zahlreiche Tiere wie Insekten. Aber nicht nur das: 80 Prozent des frischen Obstes und über die Hälfte des frischen Gemüses, die aus konventioneller Landwirtschaft stammen, enthalten Pestizidrückstände.
Mittlerweile sind in Europa über 400 Pestizide offiziell zugelassen. Diese wirken beim Menschen als Nervengifte oder stören das Hormonsystem.
Entgiftung des Körpers: Kaufe möglichst Gemüse und Obst in Bioqualität. Biosiegel – z.B. Demeter, Bioland oder Naturland – helfen, sich gesünder zu ernähren.
8. Plastik
Du glaubst gar nicht, was für ein Arsenal an chemischen Substanzen sich in Plastik befindet. Und das, was in den Plastikflaschen enthalten ist, wird natürlich auch an das Getränk abgegeben, das in der Flasche steckt.
In einer Plastikflasche stecken zum Beispiel 30-mal höhere Antimon-Werte. Langfristig schädigt das Schwermetall dein Herz.
Entgiftung des Körpers: Trink deshalb Wasser lieber aus der Leitung oder aus Glasflaschen. Stilles Wasser, spezielle Entgiftungstees (z.B. Detox-Tee) und zuckerarme Obst- und Gemüseschorlen helfen deinem Körper beim Ausspülen giftiger Substanzen.
9. Raumluft
Du glaubst, bei dir zu Hause bist du sicher vor Umweltgiften? Weit gefehlt. Schimmelpilze oder das Nervengift Styrol aus Farben und Lacken vergiftet häufig die Raumluft.
In jedem zehnten Haushalt lauern Schimmelpilze hinter den Möbeln an den Wänden. Das löst Bronchitis und Allergien aus. Und das wiederum schwächt deine Abwehrkräfte und ist natürlich nicht gerade gesund für deinen Körper.
Entgiftung des Körpers: Stoßlüften. Lüfte täglich mindestens zweimal für 10 Minuten. Reiß die Fenster auf, auch wenn es noch so kalt draußen ist.
10. Reinigungsmittel
Reinigungsmittel, Putzmittel und Waschmittel enthalten teilweise zahlreiche gesundheitsschädliche Substanzen: Aluminium, Bitterstoff, Bleichmittel, Duftstoffe, Konservierungsmittel, Silikate, Weichmacher und Zeolithe – um nur einige zu nennen.
Chlor und synthetische Duftstoffe in Reinigungsmitteln schädigen die Atemwege und die Haut. Gesundheitsschädliche Reinigungsmittel können allergische Reaktionen hervorrufen. Außerdem stellen sie eine Belastung für die Umwelt dar.
Entgiftung des Körpers: Bioentkalker auf Zitronensäurebasis oder Essigreiniger sind verträglicher für die Haut. Für den Restschmutz verwendest du Neutral- oder Universalreiniger.
11. Süßigkeiten
Leider ist das Vergnügen, dass dir Süßigkeiten bereiten, nur kurzfristig. Bald darauf lähmen sie deinen Stoffwechsel und führen zu Darmbeschwerden.
Jeder Deutsche isst im Schnitt 34,3 Kilo Zucker pro Jahr. Das ist viel zu viel! Zucker macht nicht nur süchtig. Es führt zu einem hohen Blutzuckerspiegel und löst Heißhungerattacken aus. Durch das ständige Auf und Ab deines Blutzuckerspiegels droht die Gefahr einer Insulinresistenz. Wenn du nicht aufpasst führt das zu einem starken Übergewicht.
Entgiftung des Körpers: Steige so oft wie möglich auf eine zuckerfreie Ernährung um. Trinke ungesüßten Kaffee oder grünen Tee. Das kurbelt deinen Stoffwechsel wieder an.
12. Zigaretten
Über Zigaretten verliere ich hier auf dem Blog nicht viele Worte, was dir bestimmt schon aufgefallen ist. Es versteht sich meiner Meinung nach von selbst, dass Zigaretten und ein gesunder Lebensstil NICHTS miteinander zu tun haben.
Mit über 4800 chemischen Substanzen wie Chrom, Arsen, Blei und Teer schädigen Zigaretten langfristig die Atemwege, Lungen, Herz und Blutgefäße. Auch Passivrauchen vergiftet deinen Körper.
Entgiftung des Körpers: Meide Zigarettenrauch konsequent – sowohl aktiv als auch passiv. Am besten immer, aber vor allem während einer Detox-Kur.
Fazit
Dein Körper ist heutzutage zahlreichen Giftstoffen ausgeliefert, das kannst du fast nicht vermeiden. Du kannst aber aktiv dabei helfen, deinen Körper bei der Entgiftung zu unterstützen.
Hör auf deinen Körper und seine Symptome. Wenn du ansonsten fit und gesund bist, reicht oft ein Entlastungstag pro Woche, an dem du konsequent auf alle Lifestyle-Sünden verzichtest.
Zweimal pro Jahr förderst du deine Gesundheit mit einer Intensiv-Reinigung. Das kann eine 7-tägige Entgiftungswoche sein, aber auch die 21-Tage-Abnehm-Challenge, bei der du nach der Entgiftungskur zu gesunden Ess- und Bewegungsgewohnheiten geführt wirst.